Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt – sind Saarbrückens Kitas und Schulen dann besser vorbereitet?

Wer bei 35 Grad im Klassenzimmer sitzt, hat schon genug damit zu tun, den Schultag durchzustehen. Deshalb haben wir als SPD-Fraktion im Stadtrat ein Hitzeschutzprogramm für die städtischen Kitas und Grundschulen in Saarbrücken beantragt. Kinder brauchen Räume, in denen sie auch im Hochsommer lernen und spielen können.

Gerade die Kleinsten können sich weder ihren Gruppenraum aussuchen noch selbst einen Sonnenschutz anbringen. Und auch Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte dürfen wir mit überhitzten Räumen nicht alleinlassen.

Die Stadt muss prüfen, welche Gebäude sich besonders stark aufheizen und was dort hilft. Wo die Hitze am schlimmsten ist, muss sie zuerst nachrüsten. Sonnenschutz an den Fenstern hält die Räume kühler. Auf den Außenflächen brauchen Kinder schattige Plätze zum Spielen.

Bei Neubauten und Sanierungen gehört der Hitzeschutz von Anfang an in die Planung. Wer heute eine Kita baut, muss die Sommer mitdenken, die die Kinder dort erleben werden. Hinterher teuer nachzubessern, können wir uns gerade bei knappen Kassen schlecht leisten.

Natürlich lässt sich nicht jedes bestehende Gebäude sofort umbauen. Dafür brauchen wir einen mehrjährigen Zeit- und Finanzplan: Welche Kita und welche Grundschule kommt wann an die Reihe, und welches Geld steht dafür bereit?

Wer gute Bildung verspricht, muss sich um die Räume kümmern, in denen sie stattfindet. Jetzt im September ist die Zeit, die ersten Maßnahmen vorzubereiten. Damit wir in den nächsten Sommern besser vorbereitet sind.

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