Lässt die Stadt ihre Leute fallen?

Erst haben sie schwer für die Stadt geschuftet – jetzt müssen sie um ihre Jobs bangen. Die Mitarbeiter der städtischen Tochterfirma ASS leeren seit Jahren unsere Gelben Tonnen. Aber ab 2027 übernimmt ein Unternehmen aus Hessen den Auftrag, die letzte Ausschreibung hat die ASS verloren. Dafür können die Mitarbeiter der ASS nichts, jetzt drohen aber Kündigungen und auslaufende Arbeitsverträge. Wie viele der aktuell über 30 Arbeitsplätze wegfallen, ist weiterhin unklar. Was auch an der miserablen Informationspolitik von Stadt und ASS liegt.

Die Geschäftsführung hat den Mitarbeitern nahegelegt, sich beim neuen Auftragnehmer zu bewerben. Das Problem: Nach unseren Informationen gibt es dort keinen Tarifvertrag und das Unternehmen zahlt schlechter als die ASS. Das wäre eine deutliche Verschlechterung für die Beschäftigten.

Die ASS gehört zu hundert Prozent der Stadt Saarbrücken. Deshalb trägt die Stadt auch soziale Verantwortung. Die Kollegen der ASS gehören zum Team Stadt Saarbrücken und haben ihre Arbeit gemacht. Jetzt muss die Stadtspitze ihre machen. Bei über 4.000 Menschen, die für die Stadt und ihre Betriebe arbeiten, muss es doch passende Stellen für die betroffenen Mitarbeiter geben.

Herr Oberbürgermeister Conradt, zeigen Sie Ihr soziales Gewissen! Sorgen Sie dafür, dass alle Betroffenen noch vor dem Jahreswechsel eine passende Stelle ohne finanzielle Nachteile erhalten. Die ASS-Mitarbeiter sollen an Weihnachten die Sicherheit haben, dass sie im neuen Jahr nicht arbeitslos sind.

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