Als Kind war ich fast jeden Mittag nach der Schule auf dem Wackenberg unterwegs, oft in der PÄDSAK. Dort fand ich Zeit, ein offenes Ohr und sogar ein kleines Internetcafé, in dem ich zum ersten Mal online ging. Ende der 90er hatten wir zu Hause keinen Computer, den konnten wir uns schlicht nicht leisten. Für mich war das Internet nicht nur ein Fenster zur Welt, sondern auch ein Türöffner zu Chancen, die ich sonst vielleicht nie entdeckt hätte.
Die Gemeinwesenarbeit, wie sie die PÄDSAK leistet, verändert sich, bleibt aber wichtiger denn je. Sie wirkt direkt, nah an den Menschen und ohne großes Aufsehen. Die Teams greifen ein, wenn Briefe überfordern, Anträge liegen bleiben oder Sorgen erdrücken. Sie sortieren Unterlagen, telefonieren hinterher und verwandeln ein „Ich schaff das nicht“ in ein „Ich krieg das hin“. Sie organisieren Hausaufgabenhilfe, warme Mahlzeiten, Ferienangebote und Begegnungen, damit Kinder Halt finden und Eltern entlastet werden. Sie vermitteln, wenn Nachbarn an Kleinigkeiten scheitern, und tragen die echten Probleme aus dem Viertel ins Rathaus und in die Politik. Oft hartnäckig, immer mit dem Ziel, etwas zu bewegen.
Hinter den drei Buchstaben GWA steckt seit über 50 Jahren Hilfe zur Selbsthilfe in Saarbrücken – ein echter Schatz. Die 23 Millionen Euro, die Stadt und Regionalverband bis 2030 in acht GWA-Projekte stecken sind gut angelegtes Geld. Wir verhindern, dass kleine Probleme zu großen Krisen werden, und helfen, unsere Stadt zusammenzuhalten. Als PÄDSAK-Kind weiß ich das aus eigener Erfahrung.




