Burbach ist berühmt: Seit Jahren werden hier deutsche Hitzerekorde gebrochen. Nur wenige hundert Meter Luftlinie von der Rekord-Messstation des Deutschen Wetterdienstes entfernt liegt der Burbacher Markt. Hier, inmitten von Beton und Blech, ist es noch viel heißer als an der Wetterstation, die im Grünen neben der Kläranlage liegt.
Deshalb hat man sich klugerweise überlegt, etwas dagegen zu tun: Auf SPD-Initiative hin soll der Burbacher Markt zur „Oase“ werden, mit mehr Bäumen, Schatten, Wasser und Trinkbrunnen. Alles erprobte Mittel im Kampf gegen immer heißer werdende Innenstädte. Das Geld dafür (1,5 Millionen Euro) soll größtenteils vom Bund kommen, das notorisch klamme Saarbrücken steuert einen kleinen Eigenanteil bei. Ende gut, alles gut? Leider nein.
Seit zweieinhalb Jahren steht das Geld jetzt bereit. Und passiert ist auf dem Burbacher Markt bisher nichts. Das ist leider normal für die Saarbrücker Bauverwaltung unter CDU-Mann Patrick Berberich. Projekte ziehen sich unendlich in die Länge. Sei es bei neuen Kitas, bei barrierefreien Bushaltestellen oder bei Umbauten wie hier in Burbach. Immer wieder dasselbe Problem: Es liegt nicht nur am fehlenden Geld, die Stadt bekommt es einfach nicht verbaut. Das hat schlimme Folgen: Wenn in Burbach bis Ende 2027 nicht alles fertig ist, sind die schönen Fördermittel vom Bund futsch. Aktuell gibt es gerade mal einen internen Planungsentwurf, im Herbst soll eine Bürgerbeteiligung starten. Über drei Jahre nachdem der Bundestag das Geld bewilligt hat. Mir fällt dazu nichts mehr ein.





