Rekordstadt Saarbrücken

Saarbrücken hat mal wieder einen neuen Rekord eingefahren. Nur leider keinen mit positiven Schlagzeilen. Das kennen wir schon: Eine Zeitlang galt Saarbrücken als Europas Prostitutions-Hauptstadt. Danach waren es die Amphetamine im Abwasser. Jetzt sind wir Hitze-Hauptstadt. 41,3 Grad wurden am 27. Juni gemessen, so heiß war es noch nie zuvor in Deutschland.

Klar, Saarbrücken kann nichts für seine geographische Lage. Das Saarland ist oft das wärmste Bundesland. Saarbrücken kann auch wenig dafür, dass es immer heißere und trockenere Sommer gibt. Aber was tut Saarbrücken ganz konkret, um mit der neuen Realität umzugehen? „Klimafolgenanpassung“ nennt sich das Wortungetüm. Es wurde haufenweise Papier produziert, es gibt Pläne, Konzepte und ja, ganze fünf Trinkwasserbrunnen für 180.000 Einwohner.

Eine Sache, die erwiesenermaßen helfen würde und weltweit praktiziert wird: Mehr Grün, mehr Bäume und mehr Schatten, vor allem in der zubetonierten Stadt. Nur wenn es konkret wird, wenn es wirklich darum geht, Pflastersteine und Asphalt durch Bäume und Büsche zu ersetzen: Da sieht Saarbrücken ganz schön alt aus.

Landwehrplatz, Beethovenplatz, Gustav-Regler-Platz, Willi-Graf-Ufer, Schlossplatz, Ludwigsplatz, auch die Fußgängerzone am St. Johanner Markt. Alles zugepflastert und versiegelt. Es sind Hitzeinseln, die sich auf 60 Grad und mehr aufheizen. Die Straßen aus Asphalt kommen noch dazu. Und das sind nur Beispiele aus der Innenstadt, überall in Saarbrücken gibt es solche Orte. Wollen wir wirklich so weiter machen?

Ähnliche Beiträge: