Ein kleines Loch, ein Bauzaun drumherum – und schon ist die ganze Fahrspur oder der Gehweg dicht. Wenn sich dann über Wochen kaum etwas tut, fragt man sich irgendwann: Wird das hier eigentlich noch mal fertig?
Für Anwohner bedeutet das jeden Tag Umwege, für Geschäfte eine schlechtere Erreichbarkeit und für Autofahrer oft Stau und Stress. Natürlich müssen Straßen repariert und Leitungen erneuert werden. Aber öffentliche Flächen dürfen nicht länger als nötig blockiert bleiben.
Deshalb wollen wir als SPD höhere Gebühren für Dauerbaustellen. Unser Vorschlag: In den ersten drei Monaten sollen die bisherigen Gebühren gelten. Ab dem vierten Monat soll es deutlich teurer werden, ab dem siebten Monat erneut.
Mit unserem Antrag wollen wir prüfen lassen, wie sich diese Staffelung in Saarbrücken umsetzen lässt. Die Verwaltung soll klären, für welche Baustellen das möglich ist. Saarlouis hat eine solche Regelung bereits beschlossen.
Höhere Gebühren machen eine Baustelle nicht über Nacht fertig. Sie können aber einen Anreiz schaffen, Arbeiten besser abzustimmen, unnötige Verzögerungen zu vermeiden und belegte Flächen früher freizugeben. Auch Baumaterial und Geräte sollten verschwinden, sobald sie vor Ort nicht mehr gebraucht werden. Ein Bauzaun sollte schließlich keine Dauereinrichtung sein.




