Für echte Teilhabe: Austausch mit der Saarländischen Armutskonferenz

08.03.2026

Kürzlich habe ich Vertreterinnen und Vertreter der Saarländischen Armutskonferenz zu einem intensiven Austausch empfangen. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie können wir Menschen in Armut, Wohnungslosigkeit oder mit eingeschränktem Zugang zu Energie und Gesundheitsversorgung wirksam unterstützen – und ihnen echte Teilhabe ermöglichen?

Die Saarländische Armutskonferenz zeigte eindrucksvoll, wie zentral Selbstvertretung und politische Interessenvertretung sind. Menschen in prekären Lebenslagen brauchen nicht nur Unterstützung, sondern uns als Ansprechpartnerinnen, als eine starke Stimme in Politik und Gesellschaft. Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern unsere politische Pflicht.

Wir diskutierten auch die Herausforderungen durch die zunehmende Bürokratie in den sozialen Sicherungssystemen. Beratungsstellen und Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit leisten heute Aufgaben, die eigentlich staatliche Verantwortung sind – und das unter enormem Druck. Seit Bestehen der Gemeinwesenarbeit setzen wir uns für den weiteren Ausbau und eine gesicherte Förderung ein. Wir sehen und erfahren immer wieder, dass sich die Aufgaben der Gemeinwesenarbeit, unter anderem bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel, verändern und erweitern. Dieses Engagement verdient höchsten Respekt, zeigt aber zugleich, wie dringend wir klare, effektive Strukturen für die soziale Unterstützung brauchen.

Ein weiteres zentrales Thema war der Wohnungsmarkt: Sozialer Wohnraum ist knapp, Mieten steigen und viele Menschen müssen existenzielle Leistungen für die Unterkunft einsetzen. Bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum ist nicht nur wünschenswert, er ist dringend notwendig für Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Menschen mit Behinderungen und Seniorinnen und Senioren. Politisches Handeln muss hier priorisiert werden – insbesondere bei der Sanierung von leerstehenden oder maroden Wohnungen, damit sozialer Wohnungsbau schnell umgesetzt werden kann.

Das Gespräch hat erneut gezeigt: Nur im engen Dialog zwischen Politik und zivilgesellschaftlichen Akteuren können wir wirksame Lösungen entwickeln.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass dieser Austausch regelmäßig fortgesetzt wird – für eine Politik, die Armut bekämpft um Menschen eine echte Chance auf gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

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