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SPD stößt Weiterentwicklung Brebachs an

Brebach hat großes Entwicklungspotenzial, das endlich gehoben werden muss. Das tragische Ende der Gusswerke Saarbrücken, die Schließung des Brebacher Krankenhauses und nicht zuletzt das schon lange brachliegende „Halberger Ohr“ zwischen Alt-Brebach und der B 51 erfordern einen neuen Anlauf zur Neugestaltung des Stadtteils. Wir haben deshalb das Thema im städtischen Haupt- und Wirtschaftsausschuss sowie im Bauausschuss auf die Tagesordnung gesetzt und uns auch direkt an die Landesregierung mit der Bitte um Unterstützung gewandt.

Hier liegen viele Chancen für Brebach und die Stadt insgesamt. Der Stadtteil ist verkehrlich hervorragend angebunden und bietet in Hinblick etwa auf Nahversorgungund Bildungseinrichtungen gute Rahmenbedingungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Standorten gibt es hier große brach liegende Flächen. Jetzt muss ein guter Nutzungsmix für diese Flächen entwickelt werden.

Wir wollen hier keine rein industrielle Nutzung, sondern eine Mischung aus Wohnen, Kultur, neuen Arbeitsplätzen, Bildung und Forschung sowie kleinen und mittleren Unternehmen.

Insbesondere das Halberger Ohr muss endlich angepackt werden. Der Standort ist strategisch von großer Bedeutung für die Entwicklung der Landeshauptstadt und des Bezirks Halberg. Eine gute Planung kann zudem die bislang getrennten Ortsteile von Alt-Brebach und Neu-Fechingen wieder vereinen und einen attraktiven Zugang zur Saar und den Daarler Wiesen als Naherholungsgebiet schaffen.

Eigentum verpflichtet! Auch die Eigentümer der Flächen, vor allem die Firma Saint Gobain müssen sich endlich konstruktiver einbringen. Der Stadtteil Brebach und seine Bewohnerinnen und Bewohner haben von den Firmen und ihren Arbeitsplätzen über Jahrzehnte und Jahrhunderte profitiert. Umgekehrt hat aber die Produktion in direkter Nachbarschaft zur Wohnbebauung den Stadtteil stark belastet, eine Belastung, mit der sich die Menschen arrangiert haben.

Aus meiner Sicht haben die Firmen hier die Pflicht jetzt etwas zurückzugeben und sich positiv in die Entwicklung Brebachs einzubringen.

Frank Durst