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Mehr Hilfsangebote für Drogensüchtige schaffen

Gedenktage sind immer gut für Sonntagsreden und Erfolge. Die Wichtigkeit des Themas versandet aber meist schon nach wenigen Tagen. Dazu gehört auch der Gedenktag am 21. Juli, Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige. 

18 Drogentote hat das Saarland bis dato in diesem Jahr zu beklagen. 18 zu viel. Oft wird das darauf zurückgeführt, dass Süchtige gleichzeitig von mehreren verschiedenen Drogen abhängig waren. Aber die Gründe sind vielschichtiger. Und hier im Saarland auch hausgemacht. Das Saarland verfügt nur über einen Drogenkonsumraum, der seit einigen Jahren nur noch für SaarländerInnen und nur zu bestimmten Zeiten zur Verfügung steht. Sucht jedoch kennt keine Öffnungszeiten. Ein weiteres Problem besteht auch darin, dass dieser Raum der einzige in einem Umkreis von 200 Kilometern ist und nur Saarländer*innen zugelassen werden. Franzosen, Französinnen sowie Rheinland-Pfälzer*innen dürfen ihn nicht in Anspruch nehmen, auch wenn sie sich zu dem Zeitpunkt im Saarland aufhalten. Das gilt auch für Junkies. Sie brauchen verstärkt Ansprechpartner*innen – nicht nur auf der Straße, sondern auch in bestimmten Einrichtungen, Räumlichkeiten, in denen sie stressfrei relaxen können.

Leider wurde das niedrigschwellige Angebot „Promenadenmischung“ auf der Berliner Promenade alternativlos aufgelöst. Hier müssen dringend neue Angebote geschaffen werden um diesen Menschen wirklich helfen zu können.

Irritierend sind für mich die Aussagen von Landesdrogenbeauftragten Stephan Kolling, der immer wieder von einem neuen Drogenhilfezentrum in Saarbrücken spricht.

Wie ist der aktuelle Stand? Wird noch ein Gelände gesucht oder wird schon gebaut? Wann ist dieses neue Zentrum fertig um den Süchtigen helfen zu können?