Der Abriss der Wartehäuschen ist eine soziale Bankrotterklärung des Oberbürgermeisters

Für Oberbürgermeister Uwe Conradt ist der Abriss der Wartehäuschen an der Johanniskirche offensichtlich der Dreh- und Angelpunkt seiner Sozialpolitik. Nun wird sein großer Plan in einer Nacht- und Nebel-Aktion endlich umgesetzt, um Diskussionen mit geschaffenen Tatsachen aus dem Weg zu gehen. Zu glauben, mit dieser Aktion sei den Menschen geholfen, ist eine soziale Bankrotterklärung!

Schon im Wahlkampf hatte Conradt mit seinen unsäglichen Äußerungen in Bezug auf die Unterstände deutlich gemacht, dass für ihn soziale Probleme dann gelöst sind, wenn man sie nicht mehr sieht. Ein nachhaltiges Konzept, wie man diesen Menschen helfen kann, präsentiert er dagegen nicht. Ohne mehr Personal für die aufsuchende Sozialarbeit, wie wir es seit Jahren fordern, bleibt dies alles lediglich Symbolpolitik.

Besonders die Grüne Stadtratsfraktion Saarbrücken muss sich die Frage gefallen lassen, ob dies ihrem Verständnis von Sozialpolitik in dieser Stadt entspricht. Vor allem von der grünen Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzenden der Saarbahn GmbH, Barbara Meyer, erwarten wir, dass sie sich nicht als Steigbügelhalterin für solch eine unsoziale Symbolpolitik einspannen lässt.

Für viel Geld und mit hohen städtebaulichen Ansprüchen wurden diese Häuschen damals vom Büro der späteren Baudezernentin Rena Wandel-Höfer entworfen. Zu behaupten, es gehe hier um eine Modernisierung, verschleiert die wahren Gründe.