Die Verwaltung plant eine vollkommen überzogene Preiserhöhung beim Zoo-Eintritt. Im zuständigen Werksausschuss haben die Vertreter*innen von CDU und Grünen einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung schonmal durchgewunken. Im Stadtrat will Jamaika dann entscheiden. Unser Zoo ist eine der wichtigsten Freizeiteinrichtung der Landeshauptstadt und seine Attraktivität konnte in den letzten Jahren sehr gesteigert werden. Was Jamaika jetzt plant, ist nicht sozial verträglich und schadet der Attraktivität des Zoos. 

Die Eintrittspreise für Erwachsene sollen von 9,90 Euro auf 15 Euro steigen. Und das soll dann außerdem nicht mehr erst ab 18 Jahren gelten, sondern bereits ab 16 Jahren. Diese Preissteigerung ist in ihrer Höhe nicht zu rechtfertigen. Und kommt dazu auch definitivzum vollkommen falschen Zeitpunkt: Gerade in der heutigen Zeit, in der durch die Corona-Pandemie das Reisen sehr erschwert wurde, ist der Zoo ein äußerst wichtiges Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Offenbar ist er Jamaika das nicht wert.

Besonders ärgert mich, dass die Erhöhung auch noch als besonders familienfreundlich dargestellt wird. Das ist doch reine Augenwischerei! Es ist richtig, die Kinderkarten sollen deutlich günstiger werden und von 5,50 Euro auf 2 Euro im Preis sinken. Ich glaube aber nicht, dass viele Kinder ohne ihre Eltern in den Zoo gehen. Unter dem Strich wird es so für fast alle deutlich teurer!

Das ist offensichtlich auch so gewollt, schließlich sollen laut Planung der Verwaltung Einnahmesteigerungen in Höhe von 390.000 Euro erzielt werden, um damit den städtischen Haushalt zu entlasten. Während beim Oberbürgermeister und der Bürgermeisterin neue politische Stellen geschaffen und besetzt werden, sollen die Angebote für die Bürger*innen teurer werden?!

Der Zoo darf nicht Mittel zum Zwecksein, um städtische Kostenstrukturen aufzubessern.

Frank Durst