Im Januar wird Saarbrücken wieder zur großen Bühne für den deutschsprachigen Filmnachwuchs. Und das Programm der neuen Ausgabe des Max-Ophüls-Festivals zeigt enorme Vielfalt: Kurz und lang, Spielfilm und Doku, Experiment und Debüt. Aus rekordverdächtigen 1.265 gesichteten Einreichungen hat das Team 146 Filme ausgewählt – 57 davon im Wettbewerb, 89 außerhalb. Das ist eine große Leistung, besonders angesichts der Tatsache, dass Berlin die Förderung um 50.000 Euro gekürzt hat.
Wir haben als SPD im Stadtrat dafür gekämpft, diese Lücke auszugleichen. Leider erfolglos, der Stadtrat hat unseren Antrag verwiesen. In der Praxis heißt das: Das Defizit bleibt, mit den jetzt sichtbaren Folgen eines gekürzten Programms. Das finde ich schade: Geht man so mit einem Festival um, das Talente nach Saarbrücken bringt und unsere Stadt weit über die Region hinaus sichtbar macht?
Denn Ophüls ist viel mehr als „nur“ ein Filmfestival. Es ist nicht nur der Startpunkt für das Saarbrücker Kulturjahr. Es ist ein kultureller Leuchtturm mit großer Reichweite: für Diskussionen, Begegnungen, neue Ideen, für unsere Hotels, die Gastronomie und auch für das Bild unserer Stadt. In Saarbrücken hat schon so manche Filmkarriere ihren Anfang genommen. So etwas bleibt im Gedächtnis.
Darum mein Appell: Sichern Sie sich Karten, besuchen Sie das Festival, reden Sie mit und erleben Sie große Filmkunst. Wir setzen uns derweil weiter dafür ein, die Finanzierungslücke zu schließen.




