Die Schließung des evangelischen Krankenhauses ist ein schwerer Schlag – und hätte keine Überraschung sein dürfen!

Die kurzfristige Entscheidung der kreuznacher Diakonie, das evangelische Krankenhaus zu schließen ist für die Beschäftigten wie auch für den gesamten Krankenhausstandort Saarbrücken ein schwerer Schlag.

Was nun mit großer Überraschung auf die Stadt hineinbricht, hätte allerdings keine sein müssen: Ohne die Versäumnisse der Vergangenheit hätte man sich frühzeitig auf die Veränderungen in der Krankenhauslandschaft einstellen können. Die Entscheidung basiert weniger auf den Folgen aktueller Herausforderungen vor denen unsere Krankenhäuser stehen. 

Aus unserer Sicht sind für die Stadt Saarbrücken nun vor allem zwei Punkte ganz entscheidend: Erstens: Wir müssen kommunale Strukturen und insbesondere unser städtisches Klinikum weiterhin stärken, um damit auch den Krankenhausstandort Saarbrücken zu erhalten. Und zweitens: Wir sollten so schnell wie möglich Gespräche mit den Betreibern des evangelischen Krankenhauses führen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie die Fläche im Herzen unserer Stadt zukünftig genutzt werden soll.

Unabhängig davon geht es jetzt darum, den Beschäftigten neue Perspektiven zu geben. An den anderen Standorten ist schon jetzt eine große Bereitschaft zu erkennen, Personal aufzunehmen. Wir hoffen, dass hier gemeinsam mit dem Krankenhausbetreiber Lösungen im Sinne der Beschäftigten gefunden werden.