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04.07.17 - SPD: Chancen des Helmholtz-Zentrum bestmöglich nutzen!

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„Die Neuansiedlung des Helmholtz-Zentrums für IT-Sicherheit ist eine gewaltige Chance für den Strukturwandel in Saarbrücken und im Saarland. Um diese Chancen zu nutzen brauchen wir nun schnelle und mutige Entscheidungen“, so Peter Bauer, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion beim Besuch auf dem Campus der Universität des Saarlandes. Gemeinsam mit Prof. Backes, dem Leiter des CISPA hat die Fraktion über Chancen und Herausforderungen der neuen Entwicklungen diskutiert.
 
Bauer: „Bereits heute liegen die Informatik unserer Universität und die hier angesiedelten Institute national und international in der Spitzengruppe. Das neue Helmholtz-Zentrum gibt zusätzlichen Schub. Wir möchten jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, möglichst große strukturpolitische Effekte für die Landeshauptstadt Saarbrücken und das Saarland zu erreichen.
 
Allein für das Zentrum selbst brauchen wir große zusätzliche Flächen. Rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen in den nächsten Jahren Räumlichkeiten. Darüber hinaus werden aus dem Zentrum heraus Ausgründungen entstehen und es werden sich Firmen im Umfeld ansiedeln wollen. Auch dafür brauchen wir viel Platz. Wir schlagen die Errichtung eines neuen IT-Parks 4.0 in direktem Umfeld des Zentrums am Stuhlsatzenhausweg vor. Hier am Campus ist der richtige Platz für entsprechende Firmen, denn sie brauchen die Nähe zum Helmholtz-Zentrum und den anderen Einrichtungen der Universität. Für die Bereitstellung der erforderlichen Flächen – Erweiterung Helmholtz-Zentrum und Gewerbepark – ist die Stadt gefordert, zügig die notwendigen planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Insgesamt gehen wir von einem Bedarf von etwa 15 Hektar aus.
 
Darüber hinaus brauchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums selbst sowie diejenigen weiterer Firmen Wohnungen, Arbeitsplätze für ihre Partner und Plätze an Schulen und Kitas für ihre Kinder. Die städtische GIU hat zwei höchst interessante Wohnprojekte konzipiert, die dazu hervorragend passen. So können in Dudweiler am Anger bis zu 60 neue Wohnungen entstehen. Am Heidenkopf in St. Johann, nur wenige Minuten vom Campus entfernt, möchten wir 110 Wohnungen und Einfamilienhäuser schaffen. Dieses neue „Helmholtz-Quartier“ wäre ein perfekter Wohnort für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums und aus dem Umfeld. Hinzu kommen eine ganze Reihe privater Bauprojekte. Für die Anwerbung von hochqualifizierten Fachkräften sind ein ausreichendes Angebot an Kita-Plätzen  und Schulen erforderlich. Eine internationale Schule oder Schulen mit englischsprachigem Unterrichtsangebot wären sehr hilfreich.
 
Wir müssen die Chancen der Ansiedlung des Helmholtz-Zentrums bestmöglich nutzen. Dazu brauchen wir eine gemeinsame große Kraftanstrengung von Stadt und Land und schnelle Entscheidungen für eine massive Erweiterung des Universitätscampus. Ich bin davon überzeugt, dass diese Arbeit schnell Früchte tragen wird“, so Bauer abschließend.