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22.11.17 - Wald abholzen? Darf man das?

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Die Kolumne von Peter Bauer im Wochenspiegel

Au weia, die SPD will unseren Wald abholzen! Mein Vorschlag, den Uni-Campus zu erweitern und dafür Wald zu opfern, hat für ein wenig Aufregung gesorgt. Konkret schlage ich vor, bis zu 15 Hektar Waldfläche im Bereich Stuhlsatzenhaus in Anspruch zu nehmen. Auf der einen Seite, wo jetzt Gott sei Dank das Land das Anwesen Stuhlsatzenhaus gekauft hat, für die langfristige Entwicklung des Helmholz-Zentrums. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite für die Ansiedlung von privaten Unternehmen, die die direkte Nähe zur Universität brauchen. Der wirtschaftliche Vorteil für Stadt und Land ist unbestritten. Und im wirtschaftlichen Strukturwandel brauchen wir solche Impulse.
Aber darf man das? Wald abholzen? Wie wir mit unserem Wald umgehen zeigt der Forstwirtschaftsplan, den der Stadtrat in jedem Jahr beschließt. Die insgesamt 2093 Hektar Stadtwald und die über 5000 Hektar Landesforst und Stiftswald werden seit Jahren nachhaltig bewirtschaftet. Es wird deutlich weniger Holz „geerntet“ als nachwächst. Wir haben so viel Wald, dass man ihn von jedem Punkt unserer Stadt aus bequem zu Fuß erreichen kann. Saarbrücken gehört zu den 10 grünsten Städten der Republik. Das wird auch so bleiben wenn wir aus guten Gründen mal eine kleinere Fläche in Anspruch nehmen. Das sollten wir sehr sachlich diskutieren, ohne gleich das Holz für den ökologischen Scheiterhaufen aufzustapeln.