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23.02.18 - SPD weist Vorschlag des Landkreistags zur Schulträgerschaft zurück

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Als „wenig zielführend und unausgegoren“ hat Mirco Bertucci den Vorschlag des Landkreistages bezeichnet, die Trägerschaft der Grundschulen von den Kommunen wegzunehmen und auf die Landkreise und den Regionalverband zu verlagern. Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Saarbrücker Stadtrat zeigt sich dabei durchaus aufgeschlossen für eine engere Kooperation.
 
„Interkommunale Zusammenarbeit ist gut und richtig und manchmal ist es auch sinnvoll, Aufgaben auf eine höhere Ebene zu verlagern. Für die Grundschulen der Landeshauptstadt gilt das aber nicht. Saarbrücken unterhält insgesamt 27 Grundschulen mit 29 Standorten. Wir halten sie ordentlich in Schuss und haben bis 2021 bauliche Investitionen in Höhe von insgesamt rund 38 Millionen Euro vor uns. Unser Gebäudemanagement und das Amt für Kinder und Bildung arbeiten gut und verlässlich und in enger Kooperation mit Landesregierung und Regionalverband.
 
Es mag sein, dass eine Verlagerung der Zuständigkeit für kleinere Gemeinden eine wichtige Entlastung darstellt. Für uns als Landeshauptstadt gibt es keinen Grund hier etwas zu ändern. Interkommunale Kooperation kann man nicht von oben verordnen und sie muss im konkreten Einzelfall Sinn machen. Ein Beispiel ist die geplante Klinik-Kooperation des städtischen Klinikums Winterberg mit dem Kreiskrankenhaus St. Ingbert“, so Bertucci.
 
Susanne Nickolai, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion ergänzt: „Die Landeshauptstadt hat sich im Rahmen des Kita-Ausbaus der letzten Jahre zu einem der wichtigsten Träger von Krippen und Kindergärten entwickelt. Der Ausbau geht weiter. Die Zusammenarbeit zwischen Kitas und Grundschulen wird erleichtert durch die gemeinsame Trägerschaft, durch kurze Wege und gemeinsame Ansprechpartner. Das funktioniert auch gut – etwa bei der Unterstützung des Übergangs zwischen Kita und Grundschule. Würde sich der Landkreistag mit seinem Vorschlag durchsetzen, hätten wir zwischen Kitas und Grundschulen einen neuen Bruch der Zuständigkeiten. Das macht überhaupt keinen Sinn. 
 
Das Ziel der SPD in Saarbrücken ist die Schaffung von kommunalen Bildungslandschaften. Hier arbeiten Kitas, gebundene und freiwillige Ganztagsgrundschulen, Gemeinwesenarbeit, Vereine und soziale Projekte eng zusammen und über Trägergrenzen hinweg. Auch die weiterführenden Schulen können hier einen guten Beitrag liefern. Das ist der richtige Weg und wir laden den Landkreistag herzlich zur Mitarbeit ein“, so Nickolai.